Als wir 1999 die Grundrenovierung nach dem Kauf des Hauses durchgeführt haben, wurden die Dielenböden im Wohnzimmer und im Wintergarten abgeschliffen und anschließend lackiert. Aufgrund der relativ großen Fläche und der notwendigen Geräte hat diese Arbeit damals eine Firma durchgeführt. Mit dem Ergebnis waren und sind wir sehr zufrieden, aber mit der Zeit haben wir uns geärgert, dass wir den Küchenboden bei dieser Gelegenheit nicht mit abschleifen haben lassen.

Die Küchenmöbel sind immer noch original aus den 60iger Jahren, denn weil sie aus Tischlerplatten gebaut sind, haben sie eine hervorragende Qualität. Wir haben sie 1999 lediglich anders angeordnet, mit Elektrogeräten ergänzt, mit einer Leimholzplatte versehen und mein Vater hat die Fronten für uns dann weiß lackiert. Diese Möbel zu verrücken, wäre ein großer Aufwand gewesen, den wir gescheut haben.
Da die Grundfläche sehr klein ist und durch die Möbel noch schwer zugängliche Randbereiche vorhanden waren, ging das Abschleifen nicht besonders gut voran und ich habe mich einige Tage mit Bandschleifer, Deltaschleifer und Exzenterschleifer auf den Knien abgequält. Glücklicherweise war aber schnell erkennbar, dass der Raum einen viel schöneren Charakter bekommen würde und dann macht die Arbeit viel mehr Spaß und man bleibt bei der Sache.

Die Küchenwände haben wir uns nach dem Abschleifen des Bodens vorgenommen, da wir den Schleifstaub zuerst beseitigen wollten. Astrid, die sehr gern malert, hat sich dann den verbliebenen Ecken und Winkeln gewidmet.

Den Boden hat Astrid dann auch noch zweimal mit einem Spezialöl von der Fa. Remmers behandelt, damit eine glatte Oberfläche entsteht.
Nach insgesamt einer Woche waren wir dann fertig und mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Nun haben wir endlich eine freundlichere, hellere Küche!
