Espresso & Cappucino

Vor vielen Jahren bin ich bei einem Besuch einer Tagung in Verona im wahrsten Sinne auf den Geschmack gekommen. Besonders Cappucino hat es mir seitdem angetan und ich habe immer mal wieder versucht auch zu Hause guten Espresso zu machen. Es ist aber, wie sich gezeigt hat, gar nicht so einfach und mit einigem Aufwand verbunden. Einige kleinere Espressomaschinen von Krups und insbesondere von Ascaso habe ich deshalb angeschafft, aber der langfristige Erfolg hat sich nicht so recht eingestellt. Richtig zufrieden war ich mit Handhabung und dem Geschmack des Espresso eher nicht.

Lediglich eine Espressomaschine begleitet uns mittlerweile seit einigen Jahren und sie macht guten Espresso/Cappucino, wenn sie funktioniert. Eigentlich ist es eine einfache, sehr robuste Maschine, aber leider ist sie auch groß und schwer, benötigt eigentlich einen Festwasseranschluß und ist für unsere kleine Göttinger Küche zu groß.

MBM B4000/1/M

Es ist eine eingruppige Maschine der Fa. MBM, die in Deutschland Küchengeräte für die Gastronomie vertreibt, mit der Bezeichnung B4000/1/M. MBM hat diese Espressomaschine von der italienischen Firma Bezzera zugekauft, die diese auch unter dem eigenen Namen und der Bezeichnung B2000 verkauft hat. Gebaut wurde sie 1999 und sie hat einen 5l Kupferkessel, der im inneren mit einer Heizung mit 2,2 KW Leistung Wasser erhitzt und der separat durchfließendes Frischwasser in einem Durchlauferhitzer auf die benütigte Temperatur bringt.

Ich habe die Maschine als defekt bei Kleinanzeigen für wenig Geld gekauft und selbst in Göttingen beim Vorbesitzer abgeholt, der sie offensichtlich in einem Restaurant betrieben hatte. Seine Beschreibung ließ darauf schließen, dass die Heizung des Kupferkessels im Betrieb mit einem Knall durchgebrannt war. Da es für diese Maschine im Netz viele Informationen zu Wartung und Reparatur gibt und auch die Ersatzteilversorgung gewährleistet ist, habe ich den Kessel geöffnet, die Heizung durchgemessen, ausgebaut und durch ein gleichartiges Teil ersetzt. Die Kosten für Maschine plus Ersatzteile lagen insgesamt bei rund 200€ und alles funktionierte prima. Leider muß die Bezzi im Keller bleiben und zunächst stand sie im Heizungskeller – entsprechend wenig habe ich sie genutzt. Bei Espressomaschinen ist geringe Nutzung immer problematisch und nach einigen Monaten Standzeit im Keller, wollte die Rotationspumpe zunächst nicht anlaufen und dann förderte sie kein Wasser. Im Rahmen der langsamen Abarbeitung liegengebliebener Projekte habe ich die Maschine, die inzwischen in die ehemalige Garage umgezogen ist, nun wieder zum Laufen gebracht und sie wird hoffentlich auch etwas mehr genutzt.

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